An(ge)dacht - Kirchgemeinden Limbach/Jocketa

Limbach im Winter
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Kirchenblätt'l 02/19

Kirchgemeinden Limbach/Jocketa
Herausgegeben von in An(ge)dacht ·
ES IST KEINER WIE DU, UND IST KEIN GOTT AUßER DIR! (2.SAM.7,22)
Diese Aussage von David korrespondiert natürlich mit dem ersten Gebot: Gott spricht: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ - Viele meinen, die Gefahr andere Götter zu haben, bestehe heute überhaupt nicht mehr, eher bestehe die Gefahr, dass Menschen überhaupt keinen Gott mehr hätten, dass sie an gar nichts mehr glauben.
Ich denke, dass „moderne“ Menschen genauso Abgötter haben, wie die Menschen zu früheren Zeiten. Die werden nur nicht mehr „Götter“ genannt: Für manche ist das Auto so wichtig, wie eigentlich nur Gott sein dürfte, das Handy, das Guthaben auf dem Bankkonto. Und wer glaubt, dass er nichts glaubt, der glaubt genau das zu Unrecht; denn es gibt viele Dinge, die wir ohne groß nachzufragen für mindestens ebenso unverrückbar halten. Wie die Menschen vor siebenhundert Jahren glaubten, dass die Erde eine Scheibe ist, zum Beispiel gehe ich ohne jemals ein statisches Gutachten angefordert zu haben, davon aus, dass der Boden hier in diesem Raum mich weiterhin tragen wird.
David stellt klar, dass Gott für ihn unvergleichlich ist, und der einzige.
Vorausgegangen ist dem Ganzen ein Versprechen Gottes an David, dass dessen Sohn ihm ein Haus bauen wird: den Tempel. Darin steckt natürlich die Zusage, dass David einen Sohn haben wird, der auf dem Thron bleiben wird; denn sonst könnte der ja keinen Tempel bauen. Die Bibel spielt hier ein wenig mit der Zweideutigkeit des Wortes Haus; denn dieses bedeutet Gebäude, aber auch Familie.
Wir könnten uns aber fragen, was das mit uns zu tun hat, außer der Forderung, dass auch wir Gott als den einzigen und einzigartigen annehmen sollen, als den, welcher allein Gott ist, und dem keiner gleichkommt.
Zuerst denken wir, wenn wir diese Geschichte hören oder lesen, an den Tempel in Jerusalem, den Salomo dann gebaut hat. Aber einen viel größeren und schöneren Tempel hat viel später ein anderer „Sohn Davids“ gebaut, der, welcher zugleich Sohn Gottes ist: Jesus Christus. Zu diesem Tempel, zu diesem Haus Gottes können auch wir dazugehören, wir sollen uns einbauen lassen, in dieses Haus aus lebendigen Steinen, wo er der Grundstein und die Mitte ist.
In diesem Haus, das für immer Bestand haben soll, das Zukunft hat, da soll immer wieder neu bekannt und erfahren und geglaubt werden:
Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir!
Ich grüße Sie ganz herzlich,
Ihr Pfarrer
Martin Engler


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