Kirchenblätt'l 02-03/21

Limbach im Winter
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Kirchenblätt'l 02-03/21

Kirchgemeinden Limbach/Jocketa
Veröffentlicht von Martin Engler in An(ge)dacht · 8 Februar 2021
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es gibt „lebende Steine“, das ist eine Kakteenart. Es gibt Steine, die rollen. In einer nordamerikanischen Wüste (Racetrack Playa im Death Valley in Kalifornien), da bewegen sich sehr schwere Steine über den Sand und hinterlassen Rutsch-Spuren, obwohl da gar kein Gefälle ist. Es gibt Steine, die schwimmen können: Die Bimssteine. Aber dass die Steine schreien, da denken manche sicherlich, dass das ein Ding der Unmöglichkeit sei, außer vielleicht die „Rolling Stones“. - Sie wissen schon die Band mit der Roten Zunge als Symbol. Und Wallenstein hat bestimmt manchmal auch geschrien. Seine Befehle als Feldherr waren bestimmt nicht in leise fragendem Ton vorgetragen. Eine Stelle im Himalaya, an welcher der Wind auf eine bestimmte Weise heult, die wird auch als die Schreienden Steine bezeichnet. Und dann ist da die Klagemauer. Ob die Steine auf dem Bild wohl anfangen zu schreien? Einmal war ich in Schottland in einer Gegend, die für ihr Echo berühmt war, da war es schon so, dass man das Gefühl hatte: Hier schreien die Steine. All diese Dinge hier kann man erklären: lebende Steine sind eine Kakteenart. Steine, die rollen, befinden sich meist an Berghängen, die zieht die Schwerkraft und ihr eigener Schwung hinunter. Die Rutschsteine im Death Valley werden, wenn der See mit auftauendem Eis bedeckt ist, vom Wind bewegt. Bimssteine enthalten viel Luft oder andere Gase. Die Rolling Stones sind Menschen, genau wie Wallenstein ein Mensch war. Der Wind heult eben manchmal, und das Echo spricht und schreit nur, wenn man ihm etwas vorsagt. Aber Jesus meint: Wenn seine Jünger ihn nicht loben, dann würden die Steine wirklich anfangen zu schreien. Die Pharisäer wollten ihm nämlich zumuten, dass er seine Jünger und alle, die ihn laut loben wollten, zum Schweigen bringen sollte. Das wäre nicht nur rätselhaft, wie manches seltsame Phänomen mit Steinen, sondern es wäre unnatürlich, unerklärbar. Es wäre widernatürlich und widergöttlich. Liebe Gemeinde, Gott hat alles geschaffen: Jeden Stein, jedes Staubkorn, die mächtigen Galaxien und jeden kleinen oder großen Stein in der Wüste. Und alles hat seinen Platz und seine Bedeutung in seinem Plan. Für all das können wir ihn loben, und alles ist zu seiner Ehre da: Das Frühlied der Amsel, das Summen der Insekten und sogar die majestätische Ruhe der Nacht. Aber vor allem wir, seine Jünger wollen ihn loben, vor allem für das, was ER in Jesus getan hat.
Mit dieser Einladung möchte ich
Sie ganz herzlich grüßen.
Ihr Pfarrer
Martin Engler


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