An(ge)dacht - Kirchgemeinden Limbach/Jocketa

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Kirchenblätt'l 01/19

Kirchgemeinden Limbach/Jocketa
Herausgegeben von in An(ge)dacht ·
SUCHE FRIEDEN UND JAGE IHM NACH! (Psalm 34,15)
Liebe Gemeinde,
Kurz und bündig sagt uns die Jahreslosung, was zu tun ist, was bei Gott einen hohen Vorrang hat: Frieden. Manche stören sich in diesem Zusammenhang ein wenig an dem Wort jagen, meinen, das sei doch ein Widerspruch: Frieden und Jagd. – DasWort ist aber an dieser Stelle unersetzlich; bei der Jagd muss man ganz leise sein und still werden und man muss sich konzentrieren. Und dereigentlichen Jagd geht die Suche voraus:
Hier gilt es auch die kleinste Spur zu entdecken, auch auf das zu achten, was man nicht ohne weiteres bemerkt. Man muss mit allen Sinnen bei der Sache sein.
Frieden, Schalom umfasst ja nicht nur das Schweigen der Waffen. - Das wäre ist ja auch bei einem Waffenstillstand der Fall, oder in einem „Kalten Krieg“. - Krieg, das bedeutet immer: verwüstete Landschaften, verbrannte Erde und meistens gibt es am Ende zwei Besiegte.Frieden meint das umfassende Heil. Das bedeutet, dass alte Wunden heilen, dass der Hass aufgehört hat und Liebe wächst. Der Friede, den Gott uns verheißen hat
und in dessen Gestaltung er uns wunderbarerweise einbezieht, umfasst und erfüllt die ganze Schöpfung: Alles, was lebt, und wenn wir auf die Geschichte mit dem Stern achten, den ganzen Kosmos.
„Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, und den Menschen sein Wohlgefallen“, so singen wir in fast jedem Gottesdienst. Innerer und äußerer Friede ist gemeint.
Im Unterschied zur PAX ROMANA, dem römischen Frieden, basiert der Frieden, den Gott haben will eben nicht auf Androhung und Ausübung von Gewalt.
Frieden ist etwas sehr Scheues, etwas sehr Verletzliches. Jesus sagt: Selig sind, die Frieden stiften. Dazu ist es nötig, dass wir auf die kleinsten Schritte der vermeintlichen und echten Gegner achten, ob sie nicht Schritte auf uns zu machen. Jakob und Esau hatten sich gestritten, letztlich um die kleinsten Vorteile, um die Liebe des Vaters, um den ersten Segen. Als Jakob nach Jahren des Streites, nach Betrug, Schuldzuweisungen, nach Rechthaberei und Drohungen seinen Bruder Esau wiedertrifft, da fürchtet er sich vor dieser Begegnung, aber der Bruder umarmt ihn. Aber selbst, wenn der Bruder oder Feind keinen Schritt auf uns zu macht, dann sollen wir eben den ersten Schritt machen.
Aber das Wichtigste habe ich mir für den Schluss aufgespart: Um Frieden zu schaffen, brauche ich Frieden mit Gott, den will Jesus uns schenken.
Martin Engler


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