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Kirchenblätt'l 04/19

Kirchgemeinden Limbach/Jocketa
Veröffentlicht von in An(ge)dacht · 2 August 2019
WAS HÜLFE ES DEM MENSCHEN, WENN ER DIE GANZE WELT GEWÖNNE UND NÄHME DOCH SCHADEN AN SEINER SEELE? (MATT.16,26)
Das Prinzip dieser Gesellschaft ist: Weiter, schneller, mehr.
Immer weiter entwickeln wir uns, immer weiter können wir in immer kürzerer Zeit fliegen oder fahren. Immer mehr von den Ressourcen werden verbraucht.
Ein berühmter Philosoph der Neuzeit hat es mal so gesagt: Wir kommen immer schneller nirgendwo hin. Fast hat man den Eindruck, dass nicht nur die Flüchtlinge auf der Flucht sind, sondern auch viele von uns, die wir, Gott sei Dank, nicht fliehen müssen. Auf der Flucht vor sich selbst.
Die ganze Welt gewinnen: Die Gier der Menschen ist scheinbar grenzenlos: Nicht nur große Konzerne, die ganze Wälder zum Beispiel in Papua Neuguinea in Anspruch nehmen. Eine Schlagzeile mag dieses Thema, das Jesus schon vor 2000 Jahren benannte, noch mal verdeutlichen:
„42 Milliardäre besitzen die halbe Welt“. - Wie gesagt, Jesus hat das schon viel früher erkannt, und er geißelt jetzt nicht nur die Mega-Reichen, sondern er macht die Gefahr des Reichtums und dem Streben danach für alle deutlich: Dass man schließlich seinen Besitz nicht mehr besitzt, sondern vom Besitz besessen ist, dass man Schaden nimmt an seiner Seele.
Dagegen hilft nur SEIN Vorbild: dass wir dem nachfolgen, der „alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit“ hätte haben können und all das ausschlug.
(Matth. 4,9.10) Er konnte auf seine göttliche Gestalt verzichten, konnte arm werden, ist Mensch geworden, damit wir in ihm den Weg zur Seligkeit finden und bekommen können.
Wenn wir ihm nachfolgen, so werden wir unseren Wohlstand nutzen können, um auch anderen damit zu helfen, werden nicht immer mehr wünschen oder verbrauchen, sondern auch abgeben und teilen können.
Ihr Pfarrer
Martin Engler


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